Natürlich Reduktion des Treibhauseffekts

  Wärmedämm-Verbundsysteme auf Basis von Holzfaserdämmung sind wirtschaftlich und einfach zu verarbeiten. Sie bestehen aus hochwertigen Holzfaserdämmplatten und abgestimmten Beschichtungsprodukten und dienen der Reduzierung des Treibhauseffekts durch Anwendung natürlicher Baustoffe.

Holzfaserdämmplatten werden seit den 1930er-Jahren hergestellt und zählen damit zu den ältesten industriell hergestellten Naturdämmstof­fen. Natürliche, ökologische Holzfaser­dämmstoffe bestehen aus Holzfasern, die aus mitteleuropäischen Nadelhöl­zern gewonnen werden. Hierzu werden Resthölzer eingesetzt, die weder für den Möbelbau noch als Bauholz verwendet werden können wie Schwarten, Sprei­ßeln und Hackschnitzel sowie Schwach­holz aus Durchforstungen. Dabei han­delt es sich ausschließlich um europä­isches Nadelholz aus nachhaltiger Forst­wirtschaft. Die Produkte werden in großen Anlagen zu Holzfasern verarbeitet. Auf einem langen Förderband werden diese Holzfasern anschließend miteinander ver­presst. Dabei wirkt das Lignin, ein natür­licher Inhaltsstoff des Holzes, als ökolo­gischer Kleber, der die einzelnen Holzfa­sern fest miteinander verbindet. So wer­den Kräfte, die das Holz schon als Baum hatte, natürlich reaktiviert. Die so herge­stellten Holzfaserdämmplatten werden anschließend auf die richtige Größe zuge­schnitten. Holzfaserplatten werden von der herstellenden Industrie ohne Zusatz fremder Bindemittel hergestellt und sind somit frei von Schadstoffen. Holzfaser­dämmstoffe unterliegen der Norm DIN EN 13171: 2001-10: "Wärmedämmstoffe für Gebäude — werksmäßig hergestellte Pro­dukte aus Holzfasern".


 


Die Produktion des Rohstoffs Holz ist eng verbunden mit der Existenz und Pfle­ge unserer Wälder und stellt bereits einen unverzichtbaren Beitrag für eine gesun­de Umwelt dar. Von der Herstellung bis zur Entsorgung erfüllen Holzfaserplatten alle ökologischen Anforderungen. Bei der Herstellung wird bewusst auf künstliche Flammschutzmittel, Fungizide und Pestizi­de verzichtet. Holzfaserdämmplatten sind äußerst alterungsbeständig und lassen sich noch nach Jahrzehnten wiederver­wenden. Mit der Entsorgung schließt sich der Kreislauf: Dank natürlicher Inhalts­stoffe können Holzfaserprodukte sowohl recycelt, kompostiert als auch ther-misch für die Energiegewinnung verwertet wer­den.


 


Reduktion des Treibhauseffekts


Schlecht gedämmte Häuser sind erheb­lich an der Entstehung von Kohlendioxid, einem der Hauptverursacher für den Treib­hauseffekt, beteiligt. Holzfaserdämmstof­fe tragen maßgeblich dazu bei, die Ener­gieeffektivität von Gebäuden zu erhöhen. Die Sanierung der Gebäudehülle senkt den Energieverbrauch schützt die Umwelt und senkt den C0 Ausstoß. Etwa 20 Pro­zent aller CO2-Emissionen gehen heute von Gebäuden aus. Einen besonders hohen Anteil bilden dabei Altbauten. Holz­faserdämmstoffe, eingesetzt in verschie­denen Konstruktionen und Dämmstoff­stärken, erreichen leicht den geforderten Energiestandard. Als reine Naturprodukte leisten Holzfaserdämmplatten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Die bauliche Verwendung von nachwach­sendem Holz trägt bei zur CO2Senkung: Das in den Bäumen enthaltene CO bleibt auch im verarbeiteten Holz gespeichert und verlängert so die Kohlenstoffspei­cherwirkung des Waldes.


 


Unter Berücksichtigung aller bekannten Vorteile bietet die energetische Sanie­rung mit Holzfaserplatten nicht nur mehr Wohnkomfort, sondern auch einen öko­logischen Mehrwert. Holz trägt durch sein hervorragendes Sorptionsvermögen wie kaum ein anderer Baustoff zu einer gesunden Atmosphäre bei. Die hohe Wärmedämmleistung sorgt nicht nur für Behaglichkeit, sondern unterstützt grund­legend beim Energiesparen. Als sehr gute Wärmedämmung verhindert der Holzfaser­dämmstoff Wärmeverluste. Die Wärmeleit­fähigkeit Lambda (A) der Holzfaserdämm­platten liegt zwischen 0,038 und 0,050 W/mK. Nicht nur aufgrund der hervorra­genden wärmedämmenden Eigenschaften eignen sich Holzfaserplatten ausgezeich­net für Wärmedämmmaßnahmen. Verar­beitungsrelevante Kriterien wie etwa die hohe Druckfestigkeit tragen zur Eignung für verschiedenste Einsatzgebiete bei. Auch im Verbund mit geeigneten Mineral­putzen erfüllen die Holzfaserdämmstoffe alle Voraussetzungen für den Einsatz als Putzträgerplatte und Außendämmung an der Fassade.


 


Holzfaserprodukte im Einsatz


Das WDVS für den Holzbau ist bauauf­sichtlich zugelassen und bietet höchste Abriss- und Druckfestigkeit, exzellenten Brandschutz, sehr gute Hydrophobierung,


Sicherheit durch Festigkeit sowie hohe Formatflexibilität. Die bauaufsichtlich zugelassenen WDVS für den Holzmassiv- bau erlauben es, Dämmstoffdicken bis zu 200 Millimeter zu realisieren. Dabei wird die hochwertige Fassadendämmplat­te rückseitig durch eine einfache, druck­feste Dämmplatte ergänzt. Diese Kombi­nationsmöglichkeit ermöglicht es, hervor ragende bauphysikalische Eigenschaften sowie eine äußerst wirtschaftliche Mon­tage des Dämmsystems zu erzielen, immer passend zum massiven Charak­ter der Holzwand. Holzfaser-WDVS auf Mauerwerk sind die umweltfreundliche und natürliche Alternative zu Mineralfa­ser und Polystyrol. Die Systeme bestehen aus hochwertigen Holzfaserdämmplat­ten und eignen sich sowohl für die Sanie­rung von Mauerwerksbauten als auch für die effektive Dämmung von Neubauten. Das Holzfaser-WDVS für Mauerwerk mit Trägersystem ist die Alternative, mit der sich Problemsituationen meistern las­sen. Große Dämmstoffdicken und schiefe Wände erfordern besondere Maßnahmen, um eine ordentliche Fassade zu erstel­len. Hier hat es sich als äußerst rationell erwiesen mit einer Holzunterkonstrukti­on zu arbeiten, die direkt mechanisch auf dem alten Mauerwerk befestigt wird. Mit­hilfe dieser Holzunterkonstruktion lassen sich Unebenheiten spielend ausgleichen und im Bedarfsfall sogar Installationslei­tungen ohne großen Mehraufwand verle­gen. Dämmstoffdicken bis zu 400 Milli­meter sind problemlos realisierbar. Die Fassade wird mit Fassadendämmplatten geschlossen, die Gefache idealerweise mit dem ökologischen Zellulose-Einblas­Dämmstoff gefüllt.


 


Grenze Denkmalschutz


Bei der Sanierung von denkmalge­schützten Altbauten darf die Fassade häufig nicht verändert werden. Für solche denkmalgeschützten Gebäude oder Fach­werkhäuser ist eine Innenwanddämmung oft die einzige Möglichkeit, das Gebäu­de auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Mit einem ausgefeilten Innen­wanddämmsystem ist es möglich. einer­seits eine verbesserte Wärmedämmung zu erreichen, andererseits das Wandsys­tem feuchtetechnisch im Gleichgewicht zu halten. Dabei dient die ökologische Holzfaserdämmung als Feuchtepuffer und Wärmespeicher und ist somit Garant für ein angenehmes Innenraumklima. Eine spezielle flüssige Dampfbremse, die raumseitig auf die Dämmung aufgebracht wird, sorgt für den ausgeglichenen Feuch­tehaushalt in der Wand. Der mineralische und diffusionsoffene Universalputz dient als Klebemasse. Armierungsschicht und gefilzte Oberfläche zugleich.


 


Umfassende Ökobilanzen berücksich­tigen die umwelt- und gesundheitsrelevanten Aspekte von Bauprodukten in allen sechs Lebensphasen von der ..Wiege bis zur Bahre" (Rohstoffe. Transport, Produk­tion, Verarbeitung, Nutzung und Entsor­gung). Bei dieser umfassenden Betrach­tungsweise ergibt sich für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen — abge­sehen von singulären Abweichungen bei der Detailbetrachtung einzelner Produkte — ein insgesamt erfreulich positives Gesamtbild. Die Rohstoffe sind natür­lichen Ursprungs und werden auch bei nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft in einem überschaubaren Zeitraum wieder von der Natur bereitgestellt.


 


Regionale Bedeutung


Die Transportwege sind im Regelfall kurz, da auf eine regionale Wirtschaftswei­se meist größter Wert gelegt wird. Die meisten Rohstoffe werden in Mitteleuro­pa geerntet und verarbeitet. Sowohl Bau­herr als auch Architekt und Handwerker sollten zur Unterstützung regionaler Wirt­schaftskreisläufe möglichst auf regionale Produkte achten und Rohstoffe, die weite Transportwege erfordern beziehungswei­se vom anderen Ende der Erdkugel stam­men. möglichst vermeiden. Die Produkti­on erfolgt in der Regel in einfachen Pro­zessketten mit geringem Energieaufwand und minimalen Umweltbelastungen.


 


Die gesundheitlichen und ökologischen Risiken bei der Verarbeitung natürlicher Dämmstoffe sind unter Beachtung ent­sprechender Arbeitsschutzbedingungen äußerst gering. Gesundheitliche Auswir­kungen für Bewohner sind weder bekannt und bei sachgerechter Verarbeitung auch nicht zu erwarten.


 


Rückbau und Entsorgung beziehungs­weise Wiederaufbereitung sind im Regel­fall ohne größere Probleme möglich. Ledig­lich die Wiederaufbereitung großflächig verklebter Produkte erfordert einen sehr hohen Aufwand. In diesem Fall ist eine thermische Verwertung wegen des günsti­gen Heizwerts der natürlichen Dämmstof­fe möglich und sinnvoll.


 


Ein weiterer großer Vorteil der Natur­dämmstoffe ist die Transparenz für Hand­werker und Bauherren durch die in der Branche übliche Volldeklaration der Inhaltsstoffe eines Produktes. Darüber hinaus sorgen verschiedene Gütesie­gel für einen maximalen Gesundheits­und Verbraucherschutz. Bei Naturdämm­stoffen bietet die Deklaration größtmög­liche Sicherheit für den Konsumenten in den Bereichen Gebrauchstauglichkeit. Gesundheitsverträglichkeit und Umweltverträglichkeit.


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