Schäden bei Verlegung von Natursteinen auf Außentreppen/Terrassen

  Durch eine langfristige Planung und fachmännische Arbeitsausführung können kostenintensive Feuchtigkeitsmängel im Außenbereich vermieden werden.

Mit dem Frühjahr beginnt die Saison für Fliesen- und Plattenarbeiten im Außenbereich. Dabei wird zunehmend Naturstein verwendet, der nicht nur in der Optik, sondern Dank industrieller Fertigung auch im Preis überzeugt. Um Ärger und unnötige Kosten zu vermeiden, gibt die GTÜ - Gesellschaft für technische Überwachung mbH Hinweise für die Auswahl des richtigen Materials und fachgerechte Verlegung der Steine.


Nicht jeder Naturstein ist für jede Art der Verwendung geeignet. Zunehmend registriere ich Teil- oder sogar Totalschäden im Außenbereich, die bei einer fachgerechten Verlegung vermieden werden können. Zu dünne Platten und ein vorzeitiger Beginn der Bauarbeiten beinhalten ein größeres Risiko von Feuchtigkeitsschäden. Während früher sogenannte Blockstufen aus Naturstein verarbeitet wurden, reduzierte sich der Materialaufwand stark. So kommen seit den 1970er Jahren vor allem Natursteinplatten mit einer Stärke von zwei bis drei Zentimetern zum Einsatz. Als Faustregel gilt zudem: Die Außentemperaturen sollten nachts nicht unter zehn Grad Celsius liegen."


Auch offene Stellen im Kleberbett können unerwünschte Feuchtigkeitsflecken hervorrufen, die durch angesammeltes Wasser entstehen und dann unregelmäßig verteilt über die gesamte Plattenfläche, manchmal auch nur an den Plattenrändern sichtbar sind. Angesichts praktischer Erfahrung ist eine Drainage unter Treppenbelägen sinnvoll, auch wenn diese nach den derzeit geltenden Normen nicht vorgeschrieben ist, so ist deren Einsatz jedoch zweckorientiert und angebracht. Zu verwenden sind dafür sogenannte weiße Kleber mit einem hohen Anteil an Traßzementen. Wenn sie in der Austrocknungsphase durch Abdeckung ausreichend vor Regen geschützt werden, können diese Kleber Ausblühungen aufgrund von Feuchtigkeitseinwirkung verhindern. 


Effektiver, besonders bei der Verlegung von großformatigen Platten, ist die Verwendung von Schnellklebern für Natursteinverlegung. Zu beachten ist, daß zwischen dem Untergrund und der Drainageschicht eine Abdichtung ausgeführt wird. Diese schützt vor Rückdurchfeuchtung nach oben und unten. Das Gefälle unter den Abdichtungs- und Drainagematerialien sollte mindestens 1,5 Prozent betragen. Der Einsatz von speziellen Gummiprofilen in eingeschlitzten Plattenrillen schafft zusätzlich Trittsicherheit, denn die geflammten und gebürsteten Oberflächen allein entsprechen nicht den vorgegebenen Vorschriften zur Rutschsicherheit.


Grundsätzlich sollte die Planung eines solchen Projekts langfristig und sorgfältig angesetzt werden. Durch die richtige Materialauswahl und Maßnahmen bei der Verarbeitung können Feuchtigkeitsschäden verhindert werden.
Wolfgang Cremer
FachPresseDienst
 

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