Zukunft kommt von Können


Zur Eröffnung der internationalen Handwerksmesse IHM 2013 in München plädiert Handwerkspräsident Otto Kentzler für eine "Neujustierung der EEG-Umlage". "Strom muß bezahlbar bleiben", forderte Kentzler. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer sprachen sich für steuerliche Anreize bei der energetischen Gebäudesanierung in der nächsten Legislaturperiode aus. Die IHM findet vom 6. bis 12. März in München statt und steht unter dem Motto "Zukunft kommt von Können". Die Leistungen des Handwerks für die Energiewende ist eines der Themen. Zur Eröffnung diskutierte neben Rösler, Seehofer und Kentzler auch der stv. Generalsekretär der OECD, Yves Leterme.



Die Rede der Kanzlerin "Die Bundesregierung hat sich für 2014 mit einem strukturell ausgeglichenen Haushalt ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Während vor fünf Jahren noch 80 Milliarden neue Schulden auf dem Bundeskonto standen, hält die Bundesregierung 2013 bereits die Schuldenbremse des Grundgesetzes ein, betonte Merkel. In Deutschland haben Wirtschaft und Tarifpartner gute Leistungen erbracht. Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum stehen daher auf der europäischen Tagesordnung."



Strompreisbremse für deutsche Unternehmen
"Wir wollen, daß Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, nicht zusätzlich durch Energiekosten belastet werden", machte Merkel klar. Die Befreiungen müssten in jedem einzelnen Fall geprüft und die Netzentgeltverordnung bearbeitet werden.
Sie sei wie die Wirtschaftsvertreter auch für die vorgeschlagene Strompreisbremse, erklärte die Kanzlerin. Denn so bliebe Strom bezahlbar und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Dies sei vor allem auch im Interesse der mittelständischen Wirtschaft", so Merkel.


Qualifizierte Arbeitskräfte sind die Zukunft
"Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs der Wirtschaft stärkt die Bundesregierung die Willkommenskultur für ausländische Facharbeiter. Die sogenannte Blue Card erleichtert die Zuwanderung von Akademikern. Merkel unterstrich dabei die Bedeutung der dualen Ausbildung in Deutschland, die möglichst europaweit eingeführt werden soll."


Die Kanzlerin hatte sich vor ihrem Besuch der Internationalen Handwerksmesse (IHM) mit den Präsidenten der vier großen Wirtschaftsverbände über wirtschafts- und finanzpolitische Fragen ausgetauscht. Das Gespräch mit den Spitzen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) findet jedes Jahr anläßlich der IHM in München statt.


Handwerks-Know-how für den Spitzensport


Fachliches und technisches Know-how gehören zum Handwerk.  



   Davon konnte sich die Bundeskanzlerin bei ihrem Messebesuch überzeugen: An einem Stand für Orthopdietechnik traf sie zwei Spitzensportler: Marc Schuh, Weltmeister 2009 und Europarekordhalter im Rennrollstuhlfahren und Markus Rehm, Goldmedaillengewinner im Weitspringen bei den Paralympics 2012 und Weltmeister.


Markus Rehm ist nicht nur Spitze im Sport. Er ist selbst preisgekrönter Orthopdiemechaniker und versteht etwas von seinem Handwerk.


Die internationale Handwerksmesse findet in diesem Jahr zum 65. Mal statt. Unter dem Motto "Zukunft kommt von Können" zeigen vom 6. bis 12. Mrz mehr als 1.000 Aussteller die vielfältigen Leistungen des Handwerks. Dort können sich Fach- und private Besucher bei namhaften Handwerksfirmen über aktuelle Trends und modernste Technik in Sachen Handwerk, Einrichtung, Energie sowie Haus und Garten informieren. Ausbildung, Qualifizierung und Innovationskraft des Handwerks waren Themenschwerpunkte bei der offiziellen Eröffnungsfeier, an der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler teilnahm.


Handwerk stützt die Konjunktur


Die konjunkturellen Aussichten im Handwerk sind ungebrochen zuversichtlich, so die Ergebnisse der diesjährigen Creditreform Frühjahrsumfrage. Das Handwerk stützte in den zurückliegenden Monaten die positive Konjunkturlage in Deutschland, denn es hat weiter Beschäftigung aufgebaut. Der Fachkräftemangel verschärfte sich allerdings weiter.


An der Frühjahrsumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform haben sich bundesweit rund 3.100 Handwerksbetriebe beteiligt.


"Ein stabiler, sicherer Euro liegt im zentralen Interesse von Wirtschaft und Politik", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in München.
Deutschland sei bei der Haushaltskonsolidierung auf einem guten Weg.
Sie wolle sich zudem dafür einsetzen, daß deutsche Unternehmen nicht zusätzlich durch Energiekosten belastet werden.
Wolfgang Cremer
FachPresseDienst

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